Geldmacht

Geldmacht versus Schöpfungsbewusstsein


Gedanken von Ingrid Raßelenberg

Heftige Diskussionen über das Geld- und Finanzsystem beherrschen seit einigen Jahren die Öffentlichkeit. Seit 2008 war es vor allem das Jahr 2011, in dem sowohl der Geldwert als auch die Geldmacht die Aufmerksamkeit des Massenbewusstseins forderte.
Die Märkte sind in wildem Aufruhr, die Börsenwerte zeigen sich wie eine Fieberkurve und werden entsprechend verfolgt und gedeutet. Fast jedes Land der Welt hat unfassbare Schuldenberge aufgehäuft und versucht verzweifelt, aus dieser Krise herauszukommen.
Jede Menge Experten melden sich zu Wort, analysieren den Finanzmarkt, erklären die komplexe, schwierige, undurchschaubare Lage und bieten völlig unterschiedliche Lösungen an. Es fehlt auch nicht an Zwischenrufen die ‚Raus aus dem Geldsystem’ fordern und mit alternativen Vorschlägen mitmischen. Kaum geht einer mit seinen Ansichten nach draußen, zieht er sofort eine Meute auf sich, die wieder völlig andere Ansichten vertritt und in aller Klarheit weitere Unsicherheiten verbreitet.

Dabei werden die meisten Menschen täglich wütender, angesichts der immer deutlicher werdenden Aufklärungen, über die Gepflogenheiten im Bank- und Finanzsystem. Wir nähern uns einer Stimmung, die Henry Ford einmal, sinngemäß, folgendermaßen geäußert hat:

“In dem Moment, in dem die Menschen das Geld- und Banksystem durchschauen, haben wir morgen Bürgerkrieg!“
Muss das sein? Und wenn, wieso eigentlich? Worüber reden da alle? Warum wird das Geldthema derart thematisiert und als kompliziert dargestellt? Warum fühlen wir uns angesichts dieser Machenschaften so ohnmächtig und wütend?

Dafür gibt es zwar viele Erklärungen, aber letztlich keinen wirklichen Grund!

Das gesamte Geldsystem entspricht exakt einem Schöpfungsprozess. Auch hier entsteht aus der Einheit eine Vielfalt! Durch Differenzierung, (Ver)Teilung und Reflektion bildet das Eine diverse Mehrheiten. Das ganze Universum, die ganze Welt und unsere gesamte Realität ist eine Schöpfung aus dem materiellen Nichts. Oder – anders ausgedrückt – das eine Schöpfungs-Bewusstsein spiegelt sich in komplexer Weise und bringt dadurch multiple Erscheinungsformen hervor.

Materielle Werte sind so gesehen nichts anderes, als kristallisierte, verdichtete Energiebündel, die durch Bewusstseinseigenschaften wie Teilung, Aufbau, Feststellung, Organisation und Erhaltung hervorgebracht werden. Und wenn ihre Zeit zu Ende ist, dann werden sie durch andere Bewusstseinsqualitäten zerstört, aufgelöst, ausgewertet und letztlich als Information ins Ganze integriert. Wo ist denn da eine reale, konkrete, wirkliche ‚nachhaltige’ materielle Wertschöpfung?

Aus 1 mach 10! So beschreibt es schon die biblische Genesis (eine Gebrauchsanleitung des Schöpfungsbewusstseins)! So gelesen ist sie eine wirklich sinnvolle Lektüre.

Gleiches muss für die Realität des Geldes und der Banken gelten! Geld und Bank können keiner anderen Logik folgen, als die gesamte Schöpfung! Weder Geld, noch Finanzwelt oder Banker haben – wie alles – einen real existierenden Wert, außerhalb des eigenen Seins. Sie verfügen auch keinesfalls über mehr Macht, als jedes sonstige Schöpferwesen.
Fakt ist nur, sie bekommen durch massenhafte Glaubenssätze, Überzeugungen und Konditionierungen eine Macht verliehen. Es ist die vorübergehende Leihgabe eines Bewusstseins, das an Außenmacht und materielle Werte glaubt und sich damit identifiziert.
Dieser Vorgang aber entspricht einer Bewusstseinskonstruktion, die sich im Rahmen einer bestimmten Bewusstseinsdimension zum Ausdruck bringt. Alle Systeme die dadurch entstehen, sind einerseits immer an ihre Bewusstseinsebene gebunden und andererseits nur innerhalb dieses Bezugsrahmens wirkungsvoll.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Jedes System ist am Ende, wenn sich das konstruierende Bewusstsein, das es erschaffen hat, wandelt bzw. verändert. Deshalb ist auch kein System reparabel! Es wirkt solange sein Bewusstsein es trägt, nährt und erhält. Danach ist seine Zeit abgelaufen! Aus diesem Grund sind auch sämtliche Rettungsversuche oder Alternativvorschläge komplett aussichtslos. Sie dienen bestenfalls als Beruhigung für Übergangsphasen.

An dieser Stelle darf ich noch mal auf mein Bild von Gebärmutter, Embryo, Schwangerschaft und Geburt zurückkommen, wie ich es im Text zum 28.10.2011 angeführt habe

Angenommen ich würde einen Embryo auffordern, darüber nachzudenken, wie es so ab seinem Geburtstermin mit ihm weitergeht. Er solle sich schon mal ein paar Gedanken machen, wie er sich sein Weiterleben so vorstellt. Schließlich muss man(n) doch wissen, wie es weitergeht! Vielleicht würde er folgende innovativen Überlegungen anstellen:

- Erweiterung der Gebärmutter
- Energieanreicherung des Fruchtwassers
- Verlängerung der Nabelschnur
- Wechsel in eine andere ‚nachhaltigere’ Gebärmutter

Mit anderen Worten, er würde mit Sicherheit nur Lösungen suchen, die seiner bisherigen Erfahrungswelt entsprechen.

Aber – wir wissen es besser! Das alles ist keine Lösung! Er muss völlig raus aus der Gebärmutter. Er muss seinen vertrauten Nahrungs- und Erhaltungsbereich komplett verlassen. Diese Tatsache ist aber absolut jenseits seines Vorstellungsvermögens. Er hat nun mal keinen blassen Dunst dieser ‚Anderswelt’, in die er hineingeboren wird und deshalb auch keine wirksamen Lösungsvorschläge für diese neuen Lebensumstände. Deshalb ist es geradezu lächerlich, Embryonen nach ihrer Meinung ‚über die Zeit danach’ zu befragen.

Nur eine grundlegende, radikale Bewusstseinsveränderung bringt die Lösung und wirklich ‚neue’ Realitäten. Die wird sich aber in jedem Individuum selbst vollziehen (müssen). Da gibt es nichts nachzudenken oder zu diskutieren. Es geht um komplette Erneuerung der Lebensbedingungen, in denen alte Erfahrungen total wertlos sind!

Übertragen auf das Geldmachtthema bedeutet das, dass jede/r Einzelne hier aussteigen muss. In dem Augenblick in dem erkannt wird, dass diese alte Gebärmutter ihren Sinn erfüllt hat, verliert sie auch ihren erhaltenden Nährwert. Das ist eine wichtige Erkenntnis!

Deshalb gilt es jetzt, diesem gesamten System keine Macht mehr zu verleihen, ihm einfach keine Anerkennung, Zuwendung und Bestätigung mehr zu geben, die ja Grundlage jeder Realitätsbildung sind. Damit verliert es zunehmend und automatisch seine Existenz und wird ganz ‚natürlich sterben’. Wie alles, aus dem sich aufbauende, ordnende und erhaltende Bewusstseinsenergie zurückzieht.

Stattdessen wird der Fokus bewusst (und hoffentlich bald massenhaft) auf die gestaltende Ausdruckskraft durch das persönliche ‚Selbst’ gerichtet. Die neue Lebensdevise lautet:

(An)Erkennung der individualisierten Schöpfungsmacht, die sich durch jeden von uns in jedem Moment zum Ausdruck bringt.
Dadurch entstehen vollkommen neue Wertvorstellungen. Der begrenzte Geldwert wandelt sich zum unbegrenzten Lebenswert!

Das ist überhaupt nicht kompliziert, sondern im Gegenteil so einfach wie wirkungsvoll. Vor allem bedarf diese Um- und Einstellung keinerlei Fachkenntnis der derart verwinkelten und verdreht kompliziert komplex dargestellten Finanzwelt. Die wird doch deshalb so vermittelt, damit es jeder als undurchschaubar hält, sich entsprechend dumm und ohnmächtig fühlt und dadurch die vermeintlich schwierige Lösung den ‚Experten’ überlässt (die dann erweiterte oder nachhaltigere Gebärmütter, verlängerte Nabelschnüre o. ä. anbieten).

Tatsache ist, wie auch immer System- und Machtverhältnisse erscheinen, sie erleiden dann ihren endgültigen Zusammenbruch, wenn ihre Zeit vorbei ist und dort, wo ihnen ein Bewusstsein der Eigenmächtigkeit, dessen Zeit gekommen ist, begegnet.

Betrachte ich das Ganze als Monopolyspiel, geht es nur darum, für sich selbst das Spiel für beendet zu erklären und den Spieltisch zu verlassen! Wenn ich keine Lust mehr habe zu spielen (und das ist deutlich zu spüren), höre ich einfach damit auf! In diesem Moment gelten auch die Spielregeln für mich nicht mehr. Kein Mensch wird weiter die Parkstraße verkaufen wollen oder Hotelmiete für die Burgstraße zahlen, wenn er kein Monopoly mehr spielt. Oder?

Jetzt geht es nach anderen Regeln, schließlich sind wir keine Anarchisten, im Sinne von Gesetzlosen. Jetzt spielen wir z. B. nach den Regeln der Lebenskunst, der Liebe, der Weisheit, der Kreativität, der unendlichen Fülle und Gestaltungskraft!

Allerdings ist das erstmal nicht so spektakulär, weil es sich im eigenen Inneren abspielt. Denn zunächst geht es ja erstmal um Einsicht, Durchsicht, Klarsicht, Erkenntnis … Deshalb ist es aber auch so einfach, denn im – ohnehin irrealen – Äußeren gibt es nichts, aber auch gar nichts, zu tun. Der innere Prozess des Machtentzugs einerseits und der Machtübernahme andererseits führt naturgemäß und äußerst erfolgreich zum Macht- und Wertewechsel.

Mein Vortragsmotto zu 2012 lautet deshalb auch passend: „ Das Ende einer Weltmacht!“

Bewusstsein erzeugt Realität. Wir erkennen nicht das was existiert, sondern – im Gegenteil – die jeweilige Erkenntnis macht, erzeugt, erschafft eine bzw. ihre Art von Existenz. Veränderung des Bewusstseins bzw. der Erkenntnis führt daher zwangsläufig zur Veränderung der Erscheinungsformen als ‚Realität’. Auch das ist ein derzeit wichtige Erkenntnis. Willkommen im 21.Jahrhundert!

Möge im Jahr 2012 in vielen, vielen, vielen Menschen diese Erkenntnis erwachen, auf dass wir gemeinsam eine Realität erschaffen, die auf persönlichem Ausdruck von Schöpfungsmacht, Liebe und Weisheit sowie geistreicher, intelligenter Kreativität gründet.

Lassen wir die ‚alte’ Welt voll Dankbarkeit einfach hinter uns, blicken wir nicht mehr zurück und richten unseren ‚Augenblick’ auf die unbegrenzten Möglichkeiten, die sich jetzt bieten! Wir schöpfen immer aus dem Vollen und verfügen über grenzenloses Vermögen! Das ist die Wahrheit. Was zählt da schon ein lächerliches, eigentlich unwirkliches, Bankkonto, gleichgültig ob es aus materieller Sicht ein Soll oder Haben aufweist. In diesem Sinne besitzen wir ohnehin nichts, was wir verlieren könnten, außer unserem überholten, erschöpften Selbst- und Weltbild. Mit dem kann man sich aber eh nichts mehr kaufen, schon gar nichts Wertvolles. Aber es brachte uns wertvolle Erfahrungen, als eigentlicher Schatz. Und dieser Erkenntnis- und Erfahrungsschatz bleibt uns immer, der ist ‚einverleibt’!

Deshalb wünsche ich entspannte Zeiten, viel wertvolle Einsichten und die helle Freude durch selbst-bewusstes Beteiligt-Sein am Spiel der Schöpfung.


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